Wassertaufe

Markus Rex © www.wugffo.de


Welche Bedeutung hat die Wassertaufe für uns Christen? Ist es notwendig, dass sich Neubekehrte taufen lassen oder ist es eine rein persöniche Ermessenssache? Wie wird die Taufe vollzogen? Ist die Taufe ein Symbol oder ein Sakrament? Ist die Wassertaufe und die Taufe im Heiligen Geist dasselbe? Um diese und andere Fragen geht es im folgenden Lehrbrief "Wassertaufe".

Hintergrund:
Die Schreiber des NT setzen die Taufe in Wasser als bekannt voraus. Schon zu atl. Zeiten gab es Reinigungsbäder und religiöse Waschungen, die in der prophetischen Verkündigung Sinnbild für die Reinigung von Sünden werden. Für diese Tauchbäder legte man in späterer Zeit spezielle Mikwen an. Vielleicht entwickelte sich aus diesen rituellen Bädern die Taufe, die in der essenischen Gemeinschaft in Qumran praktiziert wurde. Wahrscheinlich wuchs Johannes der Täufer dort auf und war dadurch mit der Taufpraxis vertraut. Etwa zu dieser Zeit kam auch die Proeslytentaufe auf. Sie wurde neben der Beschneidung das damals allgemein anerkannte Aufnahmeritual für Heiden in die jüdische Gemeinschaft und somit zur Zugehörigkeit zum Volk Gottes.
Der Taufe ging immer die Buße voraus, die aber mehr war, als ein bloßer Gesinnungswandel. Es war die völlige Absage an das vorherige Leben als Heide, einschließlich des gesamten Lebenswandels und der früheren Religion bzw. Philosophie. Dem folgte die Bereitschaft zur Hinwendung an das neue Leben gemäß der jüdischen Religion, verbunden mit einer neuen Lebensführung. Diese Buße wurde dann durch die öffentliche Taufe bekräftigt, die das Sterben des alten Lebens und die Auferstehung zu einem neuen Leben symbolisierte. Dabei legte der Täufling sein altes Gewand ab, stieg ins Wasser und wurde vollkommen untergetaucht. Auf der anderen Seite kam er wieder heraus und zog ein neues Gewand an.

Als Johannes d.T. schließlich auftrat und Buße predigte, wussten die Juden genau, worum es ging. Sie gehörten zwar durch natürliche Abstammung zu Gottes Volk, doch das reichte nicht aus, denn Gott könnte dem Abraham sogar aus diesen Steinen Kinder erwecken, wurden sie ermahnt (Luk 3,8). Das war ungeheuerlich. Johannes stellte sie den Heiden gleich. Das Volk kam trotzdem, ließ sich taufen und vollzog so eine neue Herzensumkehr zu Gott, während die selbstgerechten Pharisäer sich darüber empörten und sie ablehnten.

Indem Jesus sich zu Beginn seines Dienstes selbst taufen ließ, bestätigte er sowohl diese Taufpraxis als auch den Auftrag Johannes d.T.. Natürlich hätte sich Jesus nicht für sich selbst taufen lassen müssen. In der Taufe identifizierte er sich vielmehr mit den Sündern und machte deutlich, wozu er gekommen war. Er würde für die Sünder sterben, auferstehen und so neues Leben bereitstellen. hier auf wugffo.de weiterlesen


Datum: 01.02.2012

 


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